Karl Gutzkow (1811 - 1878) verbeeldde de jonge Baruch de Spinoza

Bekijk de afbeelding op ware grootteOnder tamelijk armoedige omstandigheden groeide Gutzkow op in Berlijn. Zijn vader, van beroep metselaar, werkte als stalmeester bij prins Wilhelm van Pruisen. Hij volgde het gymnasium. In 1829 studeerde hij aan de universiteit van Berlijn filologie, theologie en rechten. Hij volgde ondermeer colleges bij Hegel en Schleiermacher. Later ging hij naar Heidelberg en München. In 1830 won hij een prijs voor zijn essay De diis fatalibus die hij uit handen van Hegel zelf mocht ontvangen. De juli-revolutie in Frankrijk wekte zijn interesse in de vragen van zijn tijd. Het jaar erop, nog als student, begon hij een tijdschrift Forum der Journal-Literatur. In 1832 promoveerde hij aan de Universiteit van Jena. In datzelfde jaar verscheen zijn eerste boek, Briefe eines Narren an eine Närrin, dat in october van hetzelfde jaar al in Puisen verboden werd. Eind 1833 verscheen zijn roman Maha Guru. Geschichte eines Gottes, een in Tibet spelende satire op de religieuze en maatschappelijke toestanden in Duitsland, m.n. in Pruisen. In die jaren erna werkte hij voor verschillende tijdschriften, o.a. voor Literatur-Blatt van de literatuurcriticus Menzel en vanaf 1835 werd hij beroepsschrijver. Regelmatig werd zijn werk verboden.

In 1842 reisde Gutzkow voor het eerst naar Parijs waar hij o.a. George Sand leerde kennen. In maart 1848, bij het begin van de revolutie, was hij in Berlin. Als reactie op die gebeurtenissen publiceerde hij een pamflet Ansprache an das Volk. In 1849 stelde hij zich kandidaat voor de Pruisische Tweede Kamer. Met het groeien der jaren kreeg hij steeds meer psychische problemen en leed hij aan paranoia. In 1877 verscheen zijn laatste roman met een tijdsbeeld, Die neuen Serapionsbrüder. Een jaar later kwam hij bij een brand om het leven.

Ik wijd aan Gutzkom dit blog daar hij in een toneelstuk over Uriël d’Acosta (Uriel Acosta) een scene met de jonge Baruch de Spinoza opnam. Nadat hij in de herfst van 1833 over Uriël d’Acosta Der Sadducäer von Amsterdam had geschreven, nam hij dertien jaar later de draad van dat verhaal weer op door tijdens een lentevakantie in Parijs en beïnvloed door Franse toneelstukken, de tekst om te werken tot een toneeldrama. De première was in 1847 in Dresden. Het werd, waarschijnlijk vanwege de vrijheidsstrijd van de Europese volkeren (vóór revolutiejaar 1848), in diverse midden- en oosteuropese landen en in Italië vertaald en opgevoerd. In Duitsland werd »Uriel Acosta« een soort barometer voor de openbare toestanden. Als de kerkelijke reactie toenam volgde een speelverbod. Vond er een regimewisseling plaats dan werd het spelen van »Uriel Acosta« weer vrij gelaten. In Oostenrijk kon het wel in de provincies gespeeld worden, maar aan opvoering in het Burgtheater in Wenen stond het concordaat in de weg. In de kleine Duitse Hoftheaters werd het »Judenstück« soms niets in de weg gelegd.

 

Eben aus dem Ei gekrochen und schreibt schon Bücher: Karikatur von Gutzkow (Alexander Ungern-Sternberg, 1846) [van hier] 

In zijn voorwoord bij het stuk schrijft Gutzkom: “Uriel Acosta ist kein schwankender und charakterloser Held, wie gewöhnlich behauptet wird, sondern das absolute Gegenteil. Denn würde sich Acosta das Leben nehmen, wenn er nicht, trotz scheinbarer Irritation der Konsequenz, die Konsequenz selbst wäre?”

In het vijfde en laatste deel van het stuk dat in de tuin van de villa van Menasse speelt, treedt de kleine zevenjarige Baruch Spinoza op. Aandoenlijk is hoe Gutzkom de jonge Baruch met een wijsheid uitrust zoals volgens de apocriefe Evangeliën de jonge Jezus van Nazareth de schriftgeleerden in de tempel van Jeruzalem versteld deed staan.

 

Dritter Auftritt.

Uriel tritt auf, begleitet von Baruch Spinoza, der einige Blumen in der Hand trägt.

Baruch. Wie lange bin ich, teurer Oheim, nicht
In diesem schönen Park mit Euch gewesen!
Ein Fest scheint man zu feiern und ein hohes!
    (Er läßt Uriel für sich allein.)

Uriel(für sich).
Sie war's!
Im Brautgewand! Von jenen Priestern,
Die mir geflucht, wird sie sich segnen lassen! –
Wenn ich dazwischenträte! Hier die Hand,
Die fluchbelad'ne auf den Altar legte –!
Ihr zürn' ich nicht – sie that, was ich gethan!
Doch ihn hatt' ich zum Zweikampf mir gefordert;
Den Handschuh warf er feig zurück und ließ
Durch meinen Boten spöttelnd mir erwidern:
Wir sind nicht portugiesische Hidalgos!

Baruch(brach sich hier und da Blumen ab).
Die Mutter sagte, daß von allen Orten,
Die Ihr zu meiden Euch entschlossen habt,
Am weitesten Ihr heute diesen flieht;
Und dennoch sind wir träumend hergekommen!

Uriel(immer im Selbstgespräch).
Wir sind nicht portugiesische Hidalgos!
Nein! Feige Schurken sind wir! Seelenverkäufer!
Mit Gold verbrämte hohle Pfeffersäcke!

Baruch. Wenn Ihr so mit Euch selber redet, denkt Ihr?
Kommt, Oheim, laßt uns Schlüsse machen! Fragt,
Antworten, glaub' ich, (lächelnd) hab' ich prächtige,
Nur fehlen mir die Fragen noch dazu.
Bei andern, sagt man, ist es umgekehrt.

Uriel. O denke nicht, mein Kind! Schlaf' wie die Blume,
Die hold in ihrer bunten Schönheit blüht
Und sich nicht kümmert, wer sie wohl erschuf;
Laß deinen Geist nur wogen wie das Meer,
In seiner tiefsten Fülle stolz sich schaukelnd,
Bleib' auf der hohen See, fern von dem Ufer,
Wo Menschen dich mit ihren Fragen quälen:
Bist du ein Jude, bist du wohl ein Christ,
Bist Niederländer, bist ein Portugiese,
Bist du dem König, bist dem Volke hold,
Willst du, daß einer oder alle herrschen?
Wer so dich frägt, da höre nicht, mein Knabe
Und laß die Antwort dir im Busen ruh'n!

Baruch. Man kommt – darf ich die Blumen hier der Mutter
Ans Fenster stellen?

Uriel.                               Wirf sie hin, Spinoza!
Sie sind schon welk in deiner Hand. Mein Kind,
Geh' heim zu deiner Mutter!

Baruch.                                         Und nicht Ihr?

Uriel. Der Abend senkt sich nieder, geh', mein Sohn,
Und grüße alle!

Baruch.                   Bleibt Ihr bei dem Fest?

Uriel. Vielleicht! – Geleite Gott dich! Geh'! Ich komme.

Baruch. Die Blumen lass' ich hier. Sie sind verwelkt.
Und wißt Ihr, wie ich beide unterscheide,
Die Blumen da am Stiel und hier die welken?
Die sind Gedanken dort und die Begriffe!
Dort denkt der Schöpfer! Hier begreift der Mensch.
Und da der Unterschied der Duft nur ist,
Die frische Farbe, das lebend'ge Sein,
So nenn' ich Gott das Leben und das Sein.
Und ohne Leben, ohne Sein, sind hier
Die welken Blumen auch nicht Blumen mehr,
Nur der Begriff noch hat an ihnen Wert,
Sonst sind sie nichts und mögen ruhig sterben.
    (Er läßt sie seiner Hand entgleiten.)
So lacht doch, Oheim! Wenn ich spekuliere,
Verzieht Ihr lächelnd immer sonst die Miene!
Heut' seid Ihr ernst? Kommt zeitig heim zur Mutter!
Wir können wohl noch etwas griechisch lesen. (Ab.)

Uriel(allein, die Blumen betrachtend und dem Knaben nachblickend).
Sonst sind sie nichts und können ruhig sterben!
Nein, kluges Kind, steht dir auch schon der Stempel
Des Geistes und der Leiden an der Stirn,
Aus solchen Blumen zog ich oft noch Gift,
Den Tod, den Abschluß aller Rechnungen,
Den Tod, das letzte Fazit aller Zahlen!
Jochai! Herzenschachernder Hidalgo!
    (Er zieht ein Pistol hervor.)
Zeig' deine Wechsel vor! Verfalltag ist!
    (Er zielt nach hinten.)
Halt' still wie ich, als du mich tratst im Staube!
Zuck' nicht mit deinen Augenwimpern, Krösus!
Noch einen Atemzug – noch einen Mensch! Ha!
    (Er läßt das Pistol sinken.)
Sie wechselten die Ringe, – – Widerrufen
Ist hier vergebens und um nichts die Rache! – –
O denke niemand! Denke niemand! Schwach
Wird dir der Arm, wenn auch dein Geist erstarkt –
Ja, eine welke Blume bin auch ich
Und der Begriff nur hat noch Wert an mir!
So bin ich nichts und mag entsagend sterben.

(Geht dahin ab, von wo er kam.)

[van Gutenberg.spiegel.de] [info van wiki]  

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En verder? In zijn belangrijke roman Der Zauberer von Rom (1858/61) valt tussen de hoofdpersonen af en toe de naam van Spinoza, waarbij het dan blijft. Alleen in het negende hoofdstuk van het vierde boek komt het tot uitvoerige discussie over de betekenis van de God van Spinoza. [Zie hier]

Dieter Just geeft de volgende kritische typering:
"In Gutzkows Roman Der Zauberer von Rom erscheint Spinoza als Symbol einer lähmenden Kraft, die der Deutsche unter der Führung Kants überwinden müsse. Kants Willensmetaphysik nimmt hier die Rolle des Präfaschisten ein, der sich gegen Spinoza, den Vertreter des reinen Wissens, durchsetzen müsse. Ursprünglich war Gutzkow ein Freund der Juden. Dann vollzog er eine Wende, und ersetzte die Juden, um Streit mit früheren oft jüdischen Kampfgefährten zu vermeiden, durch Spinoza. Im Grunde steht Spinoza jedoch für die Tradition des politisch ohnmächtigen aber geistig starken Deutschlands, das durch eine neue Barbarei zu überwinden sei, was dann im „tausendjährigen Reich“ vollständig gelang. (D. Just, Die Schattenseite des Idealismus, (2.5) Ein Wetterleuchten faschistischen Denkens.) [Van hier]

 

In het autobiografische Das Kastanienwäldchen in Berlin (ontstaan in 1869] komt de volgende aardige schets voor van de colleges bij Hegel:

Es hätte mich allerdings mehr gefördert, wäre ich trotz meiner neunzehn Jahre als Enthusiast für den Realidealismus aufgetreten. Jede der Hegelschen Beweisführungen hatte eine praktische Perspektive. Am Ende einer langen, allerdings höchst monotonen und langweiligen Allee von Begriffsspaltungen sah man immer einen Erfahrungssatz, der bestätigt, oder einen Traditionssatz, der umgestoßen werden sollte. Der logische Prozeß, das Sein und Werden, das An-sich und Für-sich, war allerdings ein Becherspiel unter der Hand eines Jongleurs, der sein Spielzeug so lange betreibt, bis er uns das Auge verwirrt und durch Aufdeckung eines der blanken Gefäße erst wieder zur Besinnung bringt. Hob Hegel den Becher auf, so lag gewöhnlich ein Unerwartetes da, ein Wort von Goethe oder Spinoza, eine mystische Stelle Taulers oder Jakob Böhmes, eine Etymologie von Grimm, ein politisches Wort Montesquieus, ein Vorkommnis der Geschichte. Man mußte staunen und bewundern. Die schärfste Polemik nach links und rechts, die absolute Verachtung der »abstrakten«, »endlichen«, »flachrationalistischen« »Wahrnehmungen« begleitete durchweg den Vortrag und erkräftigte den Geist. Allerdings erfüllte er ihn auch mit Hochmut. Man sah nur Denk-Parias um sich, während man sich selbst, mit seiner Mappe unterm Arm, ein Brahmine erschien beim Heraustreten aus dem Hörsaal – war es nicht Nr. 6?

 

Die Hegelsche Philosophie der Geschichte, deren Gefahren ich erst später kennenlernte, war in der Tat jenes Webermeisterstück, wovon Mephisto im »Faust« spricht.

 

[van hier]