Gustav Landauer (1870 - 1919) joodse anarchist die diepgaand studie van Spinoza maakte

Schrijver, cultuurcriticus, filosoof en anarchist ("Schlüsselgestalt des deutschen Anarchismus", cf) - slachtoffer van de nationalistische terreur na de val van de Radenrepubliek in München.  

                              

Beluister hier een op 23 sept. 2016 door SWR2 Wissen
uitgezonden radiobijdrage van Rolf Cantzen:
Gustav Landauer: Skepsis, Mystik und Anarchie
[via dit
PDF mee te lezen]

Gustav Landauer had ik in sommige blogs al wel genoemd, maar van een blog over zijn interesse in Spinoza was het tot heden niet gekomen. Een mooie aanleiding zie ik nu in een lezing die Jan Rolletschek op vrijdag 25 november in het Duitse Witten zal geven over “Spinoza im Anarchismus Gustav Landauers.” [Cf.] Jan Rolletschek is verbonden aan de Humboldt-Universität van Berlijn, waar hij vanaf het studiejaar 2012/13 een project begeleidde: Gustav Landauer. Freiheitliches Denken in Deutschland angelegt. [Cf. begeleidend blog; cf. ook zijn pagina op academia.edu]. Ik neem hier zijn tekst van de aankondiging van zijn komende lezing over:

"Der Philosoph Benedict de Spinoza (1632–1677) hat die Freiheit als das Vermögen definiert, frei von äußerem Zwang der eigenen Notwendigkeit gemäß zu handeln und zu existieren. Freiheit ist für Spinoza also nicht der Notwendigkeit entgegengesetzt, sondern Übereinstimmung mit der eigenen, gleichsam inneren Notwendigkeit. Diese Übereinstimmung stellt sich ein im Glück wirklicher Erkenntnis und im vernünftigen Handeln, das ihr entspricht. Es besteht darin, diese Erkenntnis zu verallgemeinern, sie gemeinsam zu genießen und die Freiheit der je Einzelnen durch freiwillige Zusammenschlüsse kollektiv zu steigern. Der Anarchist Gustav Landauer (1870–1919) hat sich im Verlauf seines Lebens früh und immer wieder dem Werk Spinozas zugewandt. Sein eigenes Schreiben und seine gesamte Praxis sind hierdurch zutiefst geprägt. Im „Aufruf zum Sozialismus“ (1911) gibt Landauer sich beiläufig als „Materialist […] aus der Schule Spinozas“ zu erkennen und an Spinoza dürfen wir auch denken, wenn es dort heißt: „Wo kein Geist und keine innere Nötigung ist, da ist äußere Gewalt, Reglementierung und Staat. […] Geist ist etwas, was in den Herzen und Seelenleibern der einzelnen in gleicher Weise wohnt; was mit natürlicher Nötigung, als verbindende Eigenschaft, aus allen herausbricht und alle zum Bunde führt.“ Der Vortrag geht dem Einfluss Spinozas auf das Denken Landauers nach, um ihn sowohl genetisch als auch systematisch zu rekonstruieren. Was sich dann zeigen könnte, wäre ein Anarchismus auf spinozistischer Basis."
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Gustav Landauer (1870 – 1919) ist noch vergleichsweise wenig bekannt. Dennoch hinterließ er einen bleibenden Eindruck bei so bedeutenden Zeitgenossen wie Martin Buber, Gershom Scholem, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Kurt Eisner, Margarete Susman, Erich Mühsam und anderen. Einen Eindruck hinterließ Landauer auch bei der Politischen Polizei Preußens, in deren Akten der pazifistisch geneigte „Schriftsteller“ schon bald als der „in ganz Deutschland (…) bedeutendste Agitator der radical-revolutionären Bewegung“ zu Buche schlug.

Landauer war ein hoch angesehener und überaus produktiver Litertur- und Theaterkritiker, Dramaturg, Kulturphilosoph, Essayist, Übersetzer, Vortragsredner, Roman- und Novellenautor, freiheitlicher Sozialist, Antipolitiker und Publizist. Dass Landauer noch heute als großer Unbekannter innerhalb des ihn umgebenden Geflechts geistesgeschichtlicher Beziehungen erscheint, mag einerseits an seiner Selbstbezeichnung als „Anarchist“ andererseits an der Unmöglichkeit liegen, ihn, der 1893 „mangels sittlicher Befähigung“ von der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und sämtlichen preußischen Universitäten ausgeschlossen wurde, einer Disziplin zuzuordnen. Er saß gleichsam zwischen allen Stühlen,disziplinär wie auch politisch, und dies noch innerhalb der anarchistischen Bewegung. [Van hier]

Over Landauers Spinoza-studie is uitgebreid te lezen in

Hanna Delf von Wolzogen, “Gustav Landauer's Reading of Spinoza” in: Paul Mendes-Flohr & Anya Mali (Eds.), Gustav Landauer: Anarchist and Jew. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2015 – het grootste deel van dat hoofdstuk is te lezen in books.google

Al eerder was van haar verschenen:

Hanna Delf, "'In der größten Nähe zu Spinozas Ethik': Zu Gustav Landauers Spinoza-Lektüre", In: Gustav Landauer im Gespräch. Symposium zum 125. Geburtstag / Hrsg. von Hanna Delf; Gert Mattenklott. - Tübingen : Niemeyer, 1997: 69-90.

Toevoeging 30 dec. 2016

Er is - daarop wees bovengenoemde Jan Rolletschek mij via de e-mail - recent een website opgezet en in ontwikkeling genomen:
Gustav Landauer -  Zur Förderung seines Werks 

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Gustav Landauer - Zur Förderung seines Werks