Biografie over Margarete Susman (1872–1966) met hoofdstuk over haar Spinoza

Eerder, op 28 september 2009, had ik een blog over Margarete Susman en Spinoza. Onlangs verscheen over haar een biografie:

Elisa Klapheck, Margarete Susman und ihr jüdischer Beitrag zur politischen Philosophie. Hentrich und Hentrich Verlag. Berlin, März 2014

Elisa Klapheck is als liberale rabbijn werkzaam in Frankfurt a.M. In december 2011 behaalde zij haar doctorsgraad in de filosofie met een proefschrift met dezelfde titel als dit boek dat als PDF op internet is te raadplegen.

De uitgever van de boekversie schrijft: "Margarete Susman (1872–1966) gehört zu den großen Vordenkern der jüdischen Renaissance im frühen 20. Jahrhundert. Ihre Auseinandersetzung mit dem Judentum richtet sich vor allem auch auf die Bedeutung, die Religion für die Politik haben kann. Die Rabbinerin Elisa Klapheck bietet mit diesem Buch eine erstmalige, umfassende Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk Susmans. Dabei zeichnet sie die geistige Biographie einer zu Unrecht vergessenen religiösen Denkerin und Philosophin nach, die in einer Reihe mit ihren Freunden Georg Simmel, Martin Buber, Gustav Landauer, Ernst Bloch, Franz Rosenzweig oder Paul Celan zu nennen ist. Susmans Gedanken zur geistigen Bedeutung des Judentums für Europa, über die Revolution, die Frauenemanzipation, das Verhältnis von Religion und Staat und nicht zuletzt über die Beziehung zwischen Judentum und Christentum enthalten wichtige Anstöße für aktuelle Diskussionen."

Uit het Vorwort:

Publizistisch nimmt sie ihren Anfang mit Susmans erstem, 1907 erschienenem Artikel in der Frankfurter Zeitung unter dem Titel Judentum und Kultur. Im weiteren Verlauf folgt auf dieser Linie ein erster Höhepunkt mit Susmans philosophischem Debut im Kreise der Bewegung der „Jüdischen Renaissance“ – einer Abhandlung über Spinoza, die Susman 1913 in Vom Judentum, dem berühmten Sammelband der Prager Studentenvereinigung „Bar Kochba“ veröffentlichte. Susman versuchte darin, ein säkulares, jüdisches „Weltgefühl“ zu bestimmen, das sich aufs Neue mit der jüdischen Gesetzestradition verbindet.

[...]

Noch vor dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte sie den in dieser Hinsicht wegweisenden Aufsatz Spinoza und das jüdische Weltgefühl. Ihm gilt das dritte Kapitel. Mit Spinoza begann Susmans Fokussierung auf das „göttliche Gesetz“, das sie nicht repressiv verstehen wollte, sondern als emanzipatorisches Vehikel zur Befreiung von Unmündigkeit, Unterdrückung und Verfestigungen. Mit Spinoza als Ausgangspunkt erschloss Susman eine religiös-säkulare Doppelbahn jüdischen Gesetzesdenkens – das heißt: eine Beziehung zum „Gesetz Gottes“, die das Diesseits und das Jenseits nicht gegeneinander ausspielt und im Wege der Gesetzeserkenntnis politische Freiheit erwirken will. Im Lichte des rabbinischen Schrifttums, aber auch der heutigen Spinoza-Rezeption, vor allem der von Yirmiyahu Yovel, wird sich zeigen, dass „säkular“ nicht in Opposition zu „religiös“ verstanden zu werden braucht – dass das Gegenteil von „säkular“ nicht „religiös“, sondern „theokratisch“ ist. Entsprechend ist auch Susmans politisches Verständnis der jüdischen Tradition kein theokratisches, das die Macht der institutionalisierten Religion mit ihren Dogmen zu festigen sucht, sondern ein religiös-säkulares, das danach strebt, sich unter freiheitlichen Bedingungen im politischen Geschehen zu verwirklichen. [Cf]

[...]

Spinoza – der Metaphysiker und erste säkulare Juden wurde auch für Susman zum Ausgangspunkt eines sich erneuernden Judentums. 1907 zeigte sie sich dem Judentum gegenüber noch distanziert und gab in Judentum und Kultur kritisch zu bedenken gegeben, dass das moderne Judentum „nur eine einzige Persönlichkeit von wirklich schöpferischer Größe“ besitze: „Spinoza, und das in einer Zeit, in der das Abendland eine Fülle ganz großer Erscheinungen hervorgebracht“ habe.65 Doch das Gefühl des Mangels wich einem zunehmenden Selbstbewusstsein. 1913 erschien Susmans großer Aufsatz Spinoza und das jüdische Weltgefühl. Es war zugleich ihre erste inhaltliche Auseinandersetzung mit dem jüdischen Gesetzesdenken und dem Sinn der Gesetze. [p. 49, 50 dissertatie]

4. Kapitel: Spinoza und das jüdische „Gesetz“

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De Stichting Pardes, Bronnen van joodse wijsheid, organiseert op 16 juni 2014 een studiedag over Susman & Buber, Religieuze en politieke werelden met elkaar verbonden. Ook de betekenis van Spinoza in haar werk zal aan bod komen. Zie hier op de website, of klik op de afbeelding voor het PDF van de studiedag.

 

Reacties

Er vindt een interessante studiedag plaats over dit onderwerp bij de Stichting PaRDeS. www.stichtingpardes.nl

Dank, Dick Hage, voor deze interessante informatie.
Ik heb aan het eind van het blog het PDF van deze studiedag direct aanklikbaar gemaakt.

Eigen attributen aan God toeschrijven is zichzelf aan God gelijk maken